Die SPD in Bergedorf
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08.01.2017 23:18 Alter: 169 days
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Planungsstart für Oberbillwerder - Startschuss für ein neues Stück Bergedorf

(von Paul Kleszcz). Immer mehr Menschen wollen in Hamburg und im Bezirk Bergedorf wohnen. Damit dieser Wunsch erfüllbar und die Mieten zugleich bezahlbar bleiben, müssen wir mehr Wohnungen bauen als bisher und dafür auch neue Orte finden. Die Sicherung von guten und bezahlbaren Wohn- und Lebensverhältnissen ist vor dem Hintergrund der „wachsenden Stadt Hamburg“ die wichtigste Herausforderung der Gegenwart und Zukunft.


Denn Hamburgs Bevölkerung wächst – allein in den letzten 25 Jahren um über 120.000 Personen und jährlich um ca. 1%. Auch Bergedorf wächst als Teil Hamburgs mit. 125.000 Einwohnern hat der Bezirk Bergedorf. Er wächst um jährlich 0,8%, das sind immerhin 1000 Neubürger pro Jahr. Dieser Trend wird wohl auch zukünftig anhalten, denn aktuellen Schätzungen zufolge erhöht sich die Bevölkerungszahl Hamburgs bis zum Jahr 2030 um weitere 100.000 Personen auf dann rund 1,9 Mio. Einwohner –  und hierbei sind die Zuzüge der Menschen aus den Flüchtlingsregionen noch nicht inbegriffen.

Diese Entwicklungen und weitere Effekte (z. B. die Zunahme der Ein-Personen-Haushalte oder der stetig steigende Bedarf an Wohnfläche) führen dazu, dass in Hamburg künftig erheblich mehr Wohnungen gebaut werden müssen. Sollte uns dies nicht gelingen, so drohen Erhöhungen der Miet- und Immobilienpreise, wie z. B. schon heute in Paris, London oder auch München. Dort ist das Wohnen in der Stadt kaum noch bezahlbar. Diese Entwicklung wollen wir nicht in Hamburg und Bergedorf erleben, weswegen wir uns für zusätzliche und vor allem bezahlbare Wohnflächen einsetzten.

Nach dem Motto „Mehr Stadt in der Stadt“ haben wir insbesondere innerstädtische Flächen für den Wohnungsbau entwickelt und wollen auch weiterhin der Nachverdichtung bestehender Wohnsiedlungen den Vorrang vor der Erschließung neuer Orte einräumen. Durchschnittlich konnten wir somit ca. 600 Wohneinheiten pro Jahr genehmigen. Auf der Grundlage des neuen „Vertrag für Hamburg“ sind 800 Wohneinheiten/Jahr künftig unser neues Ziel. Allerdings ist absehbar, dass die Wohnungsbaupotenzialflächen im Bezirk Bergedorf mittelfristig nicht reichen werden, die steigende Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen. Ca. 6000 Wohneinheiten werden wir mittelfristig noch Nachverdichten können. Neue Wohnungsbaupotenziale in Hamburg und im Bezirk Bergedorf müssen zeitnah identifiziert und planerisch entwickelt werden, damit der hohen Wohnungsnachfrage auch langfristig begegnet werden kann.

So belegen z.B. Studien zu Nachverdichtungsmöglichkeiten im Stadtteil Lohbrügge, dass weitere innerstädtische Entwicklungspotentiale bald erschöpft sein werden. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Stadt auch an neuen Orten weiterzuentwickeln. Auch national und international ist in vielen wachsenden Metropolregionen die Entwicklung von „Mehr Stadt an neuen Orten“ kein Tabu der Stadtplanung mehr. München-Freiham, Amsterdam-Ijburg, Kopenhagen-Vinge oder Wien-Seestadt Aspern sind beispielhafte Stadtentwicklungsvorhaben auf Freiflächen, die mit großer internationaler Aufmerksamkeit verfolgt werden.

Den Weg der Entwicklung zu „Mehr Stadt an neuen Orten“ wollen wir deswegen auch in Oberbillwerder gehen. Weite Teile dieses Areals sind ohnehin schon im Flächennutzungsplan als Wohnungsbauflächen vorgesehen. Das Vorhaben ist wegen seiner Größe und Lage für die Siedlungsentwicklung des Bezirks von hoher Bedeutung. Deshalb stimmen wir einer behutsamen und sorgfältigen ersten Planungsphase ausdrücklich zu, in der die Rahmenbedingungen für diese Siedlungsentwicklung erarbeitet werden sollen. Die Entwicklung von Oberbillwerder ist die Möglichkeit, Bergedorf weiterzuentwickeln. Dieses kann dann gelingen, wenn man bereits von Beginn an sich der Frage stellt, wie man gemeinsam mit allen Beteiligten einen lebenswerten Stadtteil entwickeln kann, der zu Bergedorf passt und vielen Menschen ein attraktives Zuhause bieten kann. Eine Entwicklung von Oberbillwerder ohne den Bezirk Bergedorf kann, darf und wird es aus diesem Grund nicht geben. Denn der Bezirk hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er dazu in der Lage ist, Stadtentwicklungsvorhaben von großer Bedeutung zu planen und umzusetzen. Aus diesem Grund hat der Bezirk Bergedorf die wesentlichen Entscheidungskompetenzen sowie die Verfahrenshoheit der verbindlichen Bebauungsplanung in diesem Prozess. Mit der IBA Hamburg – ein städtisches Stadtplanungsbüro, das in der Vergangenheit besonders durch Expertise und Transparenz auffiel - werden wir hierfür einen guten Partner an unserer Seite haben.

Ende Dezember lud die IBA zu einer Vorstellungs- und Beteiligungsveranstaltung ein. Gut 350 Bürger kamen und hatten großes Interesse an der Entwicklung unseres Bezirks. Die Bürger konnten ihre Bedenken, Anregungen und Ideen interaktiv einbringen. Dieses Jahr wird die IBA weitere Beteiligungsworkshops und Diskussionsabende veranstalten. Nächstes Jahr sollen dann die vielen Themen und Ideen in einem Masterplan zusammengefasst werden.

Wir als Fraktion werden dieses Planungsverfahren sowohl in den bezirklichen Gremien als auch im Dialog mit den Bergedorfer Bürgerinnen und Bürgern begleiten.


Termine

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26. Juni - 26. Juli

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30. Juni um 10:00
01. Juli um 11:00
03. Juli um 19:00

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