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08.03.2017 15:05 Alter: 136 days
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Schwieriger Auftakt für Flüchtlingsunterkunft Binnenfeldredder/Bünt in Lohbrügge

(von Andreas Tilsner) Am 2. Februar fand die Informationsveranstaltung zur neuen Flüchtlingsunterkunft Binnenfeldredder/ Bünt in Lohbrügge statt. Etwa 150 Bürger waren erschienen. Leider zeigte sich bereits zu Beginn der Veranstaltung, dass ein nicht unerheblicher Teil der Erschienenen dem Vorhaben sehr negativ gegenüber steht.


Dabei würde sich die geplante Unterkunft an der vorgesehenen Stelle gut ins Umfeld integrieren lassen. Auch die geplante Größe mit 264 Bewohnern stellt sich unproblematisch da. Trotzdem monierten einige Bürger, ihre Grundstücke könnten an Wert verlieren. Andere befürchteten eine Steigerung der Kriminalität durch die neuen Nachbarn.

Bezirksamtsleiter Arne Dornquast bemühte sich redlich um Sachlichkeit, auch einige Wortmeldungen, die sich den Schreihälsen argumentativ entgegenstellten, hatten es schwer. Das hohe Maß an Aggressivität und Unsachlichkeit war besorgniserregend.

Auch die Anwesenheit einiger bekannter AfD-Gesichter bei der Veranstaltung war nicht zu übersehen. Anwohner berichteten, dass diese auch schon vor der Veranstaltung Stimmung gegen die geplante Unterkunft gemacht haben.

Diese Tatsache und auch eine Meldung in der BZ vom 13.2., wonach sich bereits eine Bürgerinitiative getroffen habe (offensichtlich auch initiiert von der AfD), führte dazu, dass Bezirksamtsleiter Arne Dornquast spontan für den 14. Februar das Bergedorfer Rathausbündnis gegen Rechts eingeladen hat.

Trotz der kurzfristigen Einladung fanden sich fast 30 Engagierte aus verschiedenen Parteien, Verbänden und Gewerkschaften zusammen, um die Ereignisse zu diskutieren. Alle waren sich darüber einig, dass die Veranstaltung am 2.2. besorgniserregend war.

Man einigte sich darauf, dass unter Federführung des Bezirksamtes der Dialog mit den Lohbrügger Vereinen gesucht wird. Es soll zu einer sachlichen Ebene zurückgekehrt werden. Die Sorgen der Anwohner müssen berücksichtigt werden, ohne dass rechte Stimmungsmacher, die gar nicht im Stadtteil wohnen, Einfluss nehmen können.


Termine

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