Nettelnburg historisch
Nach dem Ende des 1. Weltkriegs versammelten sich eine Menge Tatkräftiger mit Visionen in einem Genossenschaftsverband, um die Siedlung Nettelnburg aufzubauen. Es waren Kriegsteilnehmer, Kriegsversehrte und Hinterbliebene, die sich engagierten – das gemeinsame Ziel stets vor Augen! Die meisten Siedler waren Arbeiter und Handwerker, die der SPD nahe standen. Der Volksmund sprach über die Siedlung Nettelnburg gemeinhin von der „Roten Siedlung“ – in diesem Zusammenhang sicherlich nicht nur auf die roten Backsteinhäuser bezogen...
Hier in Nettelnburg war es mit der SPD immer recht gut bestellt, bei den letzten freien Wahlen im März 1933 bekam sie noch 2/3 der Wählerstimmen. Die Bevölkerungsstruktur hat sich inzwischen verändert: Es wurden viele Grundstücke geteilt und Neubauten errichtet, so dass Nettelnburg mittlerweile stolze 7.000 Einwohner zählt. Auch in neuerer Zeit war und ist die SPD bei Bürgerschafts- und Bezirkswahlen mit Abstand die stärkste Partei. Nettelnburg wird seit der Wahl 2011 von Dagmar Strehlow und Uwe Bauer in der Bezirksversammlung Bergedorf vertreten. Allerdings hat die Bereitschaft zum sozialen Engagement, die in den Gründerjahren die Siedlung prägte, deutlich nachgelassen, was sich auch an den Mitgliedszahlen der SPD bemerkbar macht. Aber die Nettelnburger Sozialdemokraten zeigen weiter Flagge und setzen sich ein für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und ein gutes Nachbarschaftsverhältnis in unserem Stadtteil.

